GESCHICHTE DER SPORTUNION LANGENZERSDORF

Aus Quellen alter Aufzeichnungen von den Obmännern Ernst Klissenbauer und Franz Dissauer sowie anderen, zusammengestellt vom ehemaligen Obmann der Sportunion Langenzersdorf, Mag. Werner Trybus - Jänner 2007

Im Gemeindegebiet der Marktgemeinde Langenzersdorf wurde schon um 1900 Tennis gespielt. Ein reiner „Herrenklub“, der eigentlich aus einem „Radfahrklub“ hervorgegangen ist, und die Faszination des „weißen Sports“ entdeckte. In der Zwischenweltkriegszeit, mittlerweile als „Christlich deutsche Turnerschaft“ benannt, übte diese Organisation eine rege Tätigkeit in Langenzersdorf aus und gab auch eine Zeitschrift heraus.

Mitglieder dieses Verbandes gründeten am 15.10.1946 die Österreichische Turn- und Sportunion Langenzersdorf, einen selbständigen Verein im Verband der österreichischen Turn- und Sportunion. In den Sparten Leichtathletik, Tennis, Tischtennis und Turnen wurde der Bevölkerung von Langenzersdorf sportliche Betätigung in der Klosterneuburgerstraße angeboten. (Grundeigentümer – Chorherrenstift Klosterneuburg).

Im Jahr 1949 begann unter dem ersten Sektionsleiter Dipl.-Ing. Dr. Hans Kreiner (damals Hochschüler) der mühevolle Wiederaufbau der Tennisanlage nebst der Bahn. Am 5.10.1950 standen zwei Tennisplätze zur Verfügung. Ein Klubhaus entstand aus den Baracken, aus der Zeit des 2. Weltkrieges.

Am 19.9.1953 standen 4 Tennisplätze und ein umgebautes Klubhaus zur Verfügung. Von 1950 bis 1968 benützte der oftmalige Eishockeylandesmeister „Eislaufverein Langenzersdorf“, auf Grund eines Übereinkommens, in den Wintermonaten diese Anlage. Die Sektion Tennis erreichte unter dem Sektionsleiter Walter Zidek die größten Erfolge.

Die Damenmannschaft wurde 1961 und 1964 Landesmeister und im Damen-Einzel errang Herta Brunnhuber 1968 den Landesmeistertitel. Schließlich wurde die Tennissektion 1970 ein eigener Verein. Im Jahre 1962 wurde die Breitenarbeit in der Sparte Turnen intensiviert und hat sich erfolgreich entwickelt. Der Zubau von Turnhallen an den Schulen von Langenzersdorf und deren Benützung durch die Vereine haben sich für den Vereinsbetrieb als sehr vorteilhaft erwiesen. Der Mitgliederstand des reinen Turnvereines wuchs bis zum Jahr 1988 auf 280 Mitglieder. Die Sportarten Turnen, Rhythmische Gymnastik und Volleyball wurden in den Turnhallen der Volks- und Hauptschule ausgeübt. Dem Verein standen und stehen zirka 16 Wochenstunden die Hallen unentgeltlich zur Verfügung.

Seit September 2004 muss der Verein für die Hallenbenützung Miete an die Gemeinde bezahlen. Seit 1995 wurde das Turnangebot deutlich erweitert und immer wieder an neue Trends angepasst.

Seit 2005 ist der Verbandsname und das Verbandslogo vereinfacht worden – Sportunion Österreich – Sportunion Langenzersdorf. Eine Anzahl von etwa 25 VorturnerInnen, die immer wieder Fortbildungen besuchen, hält den aktiven Vereinsbetrieb in Schwung.

Die Mitgliederzahl aller Aktiven betrug im Jahre 2016 zirka 250!

Die Obmänner der Sportunion Langenzersdorf seit der Gründung:
1946 – 1948 HS-Dir. Gustav Körprich
1948 – 1950 OStR. Dr. Eduard Bauer
1950 – 1951 Otto Dabsch
1951 – 1961 Hofrat Dr. Erwin Obenaus
1961 – 1965 Hofrat Dr. Hans Neumayer
1965 – 1970 Reg. Rat Ernst Klissenbauer
1970 – 1998 Obersekretär Franz Dissauer
1998 – 2016 OStR. Prof. Mag. Werner Trybus

2016 -           Mag. Andreas Schuhmann
 

Die Teilnahme am örtlichen Sport-, Kultur- und Gesellschaftsleben ist bis heute ein vordringliches Bestreben des Vereins geblieben. Von 1994 bis 2005 wurde der Ball der Sportunion Langenzersdorf im Herbst veranstaltet. Seit 1996 organisiert die Sportunion in der Naturarena Seeschlacht einen Leichtathletik-Dreikampf für die Kinder von Langenzersdorf. Die Teilnahme am Ferienspiel und an diversen Veranstaltungen der Gemeinde Langenzersdorf gehören zu den Aktivitäten der Sportunion Langenzersdorf.